Studien

  • Jugendstudie: Apps als Ausdruck der individuellen Persönlichkeit

    Der Medienumgang von Schweizer Jugendlichen hat sich in den letzten zehn Jahren markant gewandelt: On-Demand-Streamingdienste wie Netflix oder Spotify und soziale Netzwerke boomen. Beständigkeit gibt’s dagegen beim Bücherlesen, zeigt der neuste "JAMESfocus-Bericht" der ZHAW und Swisscom mit Rückblick auf zehn Jahre Jugendmediennutzung.

    Seit 2010 werden in der "JAMES-Studie" von der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Auftrag von Swisscom alle zwei Jahre über 1000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

  • Jeder zweite Jugendliche ist für Diversität in der Werbung
    (c) YouGov

    Jeder zweite Jugendliche ist für Diversität in der Werbung

    Eine YouGov-Kurzstudie zu Diversität in der Unternehmens- und Marketingkommunikation zeigt: nur 11% nennen eine Marke, die glaubhaft für Diversität steht.

    Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Deutschen befürwortet, dass Unternehmen bei ihrer Kommunikation, beispielsweise in der Werbung, darauf achten sollten, ein möglichst diverses (vielfältiges) Gesellschaftsbild zu verwenden. Interessant ist dabei, dass es nicht unbedingt die Jüngsten sind die hier hervorstechen. Besonders die Befragten über 55 Jahren sind offen für das Thema, danach folgen die 25- bis 34-Jährigen.

    Aktuelles Beispiel: Auch bei Schokolinsen wird jetzt auf Diversität geachtet – Mars hat seinen "M&Ms"-Schokolinsen ein neues Image verschafft. Sie sollen so vielfältig sein wie unsere Gesellschaft. Dafür wurde das Aussehen aller "M&Ms"-Figuren überarbeitet, um "nuanciertere Persönlichkeiten" widerzuspiegeln.

  • Kinder und Jugendliche leiden weiterhin stark unter Corona

    "COPSY-Studie": Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert.

    Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten. Erneut sind vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund betroffen.

    Das sind die Ergebnisse der zweiten Befragung der sogenannten "COPSY-Studie" (Corona und Psyche), die Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt haben. Sie ist bundesweit die erste und international eine der wenigen Längsschnittstudien ihrer Art.

  • Jugend & Corona: Stimmmung wird "feindseliger"

    Laut der "beWirken"-Jugendstudie finden 77 Prozent, dass die Stimmung durch Corona "feindseliger" geworden ist. Nur 11% finden, dass es mehr Zusammenhalt gibt. Viele Jugendliche sehen sich vor allem als Gegenpart zur älteren Generation.

    Am Distanzunterricht bemängeln Jugendliche fehlende soziale Kontakte und die technische Ausstattung. Nur 24 Prozent von ihnen sagen, ihre Schule sei "fit" im Umgang mit digitalen Medien; entscheidend ist, wie Lehrkräfte den Unterricht gestalten. Fast Dreiviertel aller Befragten haben in der Pandemie digitale Freizeitangebote genutzt. Und 77 Prozent konstatieren eine zunehmende Feindseligkeit in der Gesellschaft.

  • Cybermobbing im Jugendalltag massiv verbreitet

    Ob als Täter, Opfer oder Beobachter, 51 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren in Deutschland haben Erfahrungen mit Cybermobbing. Das zeigen Ergebnisse der "Sinus-Jugendstudie 2021".

    Die Studie wurde im Auftrag der Barmer durchgeführt. Darin berichten 14 Prozent der rund 2.000 Befragten, direkt von Cybermobbing betroffen gewesen zu sein. Immerhin fünf Prozent gestanden ein, selbst gemobbt zu haben. Am häufigsten bejahten die Teenager, bei anderen Mobbingattacken beobachtet zu haben (43 Prozent). "Cybermobbing ist im Leben der Jugendlichen nach wie vor inakzeptabel weit verbreitet. Die Prävention muss intensiviert werden. Betroffene brauchen leichten Zugang zu Hilfe und vor allem Anlaufstellen, denen sie vertrauen können. Denn allein sind Mobbingattacken nur schwer zu bestehen", sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

  • E-Commerce ist das neue "Normal"

    14 bis 29jährige kauften in zwei von drei Fällen über Smartphone oder Tablet ein. Social Media und Apps sind für sie nach Suchmaschinen und Onlineshops die wichtigen Informationskanäle vor dem Kauf. Seit 2017 ist allein die Relevanz von Social Media für jüngere Onlinekäufer um 350 Prozent gewachsen.

    Im zweiten Pandemiejahr zeigt sich, wie sehr der E-Commerce zur neuen Normalität für Kunden und Händler geworden ist. Annähernd jeder siebte Euro, der den Deutschen für Haushaltsausgaben zur Verfügung steht, wurde im Jahr 2021 für Waren im E-Commerce ausgegeben. Ein Jahr zuvor war es noch jeder achte. Bereinigt man die Umsätze um Lebensmittel-Einkäufe, hat der E-Commerce mit Waren 2021 sogar jeden fünften Euro auf sich gezogen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Branchenverbands bevh.

  • Jeder Vierte würde regelmäßig Fleischalternativen essen

    72 Prozent der Deutschen haben sie schon probiert: vegetarische oder vegane Alternativen zu herkömmlichen Fleischprodukten. Jeder Vierte (23 %) sieht sich auch in Zukunft regelmäßig zu Kunst-Kotelett oder veganer Wurst greifen.Dies gilt besonders für Jüngere.

    51 Prozent verneinen dies allerdings explizit. Zu diesem Ergebnis kommt das Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES in einer Studie, für die im Herbst 2021 insgesamt 690 Personen in Deutschland bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Als Fleischalternativen wurden hier Lebensmittel definiert, welche Fleisch in der Ernährung ganz oder teilweise ersetzen, jedoch Fleischprodukten in Aussehen, Konsistenz und Nährwertgehalt ähneln.

  • Junge Verbraucher kaufen zunehmend direkt bei Marken
    (c) capgemini

    Junge Verbraucher kaufen zunehmend direkt bei Marken

    Vor allem jüngere Verbraucher bestellen direkt bei Markenherstellern, anstatt bei Einzelhändlern oder auf Online-Marktplätzen einzukaufen. Zugleich gehen 63 Prozent der Verbraucher in Deutschland davon aus, dass sie nach der COVID-19-Pandemie wieder in größerem Umfang in stationären Ladengeschäfte einkaufen werden – weltweit sind es sogar 72 Prozent. Dies geht aus dem neuen Report "What Matters to Today’s Consumer" des Capgemini Research Institute hervor. Die Studie untersucht die weitreichenden Auswirkungen der Pandemie auf das Verhalten und die Präferenzen von Verbrauchern.

    Etwa zwei Fünftel (41 Prozent) der Verbraucher weltweit haben in den vergangenen sechs Monaten Produkte direkt bei Markenherstellern bestellt und dabei sowohl traditionelle Einzelhändler als auch Online-Marktplätze umgangen. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Verbraucher der "Generation Z" [1] und mehr als die Hälfte (58 Prozent) der so genannten "Millenials" haben direkt bei einer Marke eingekauft, gefolgt von der Generation X (37 Prozent) und der älteren Generation der Baby Boomer (21 Prozent). Von denjenigen, die direkt bei einer Marke eingekauft haben, gaben fast zwei Drittel (60 Prozent) ein besseres Einkaufserlebnis als Grund dafür an. 59 Prozent nannten den Zugang zu Treueprogrammen.

  • Studie: Junge Erwachsene setzen auf nachhaltige Ernährung
    Bild (c) vivida bkk

    Studie: Junge Erwachsene setzen auf nachhaltige Ernährung

    Nachhaltigkeit spielt bei der Ernährung der unter 35-Jährigen eine entscheidende Rolle. So stehen bei ihnen nicht nur geringere Mengen Fleisch auf dem Speiseplan. Sie verzehren auch ganz bewusst immer weniger Milch und Eier. Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der nachhaltig handelnden jungen Erwachsenen, die weniger tierische Milchprodukte zu sich nehmen, von 23 auf 30 Prozent. Das zeigt die Studie "Zukunft Gesundheit" der vivida bkk und der Stiftung "Die Gesundarbeiter". Befragt wurden 1.058 Bundesbürger zwischen 14 und 34 Jahren.

    Für 82 Prozent der jungen Erwachsenen bis 35 Jahre spielt eine nachhaltige, gesunde Ernährungsweise eine immer größere Rolle. Damit ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um zwei Prozent gestiegen. "Der Kauf von saisonalem Obst und Gemüse, die Verwendung von Produkten aus der Region und die Verwertung von Lebensmittelresten sind Teil des umweltfreundlichen Lebensstils junger Menschen", sagt Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der vivida bkk. "Anders als ältere Bürger sind sie auch eher bereit, vegetarische und vegane Ernährungsgewohnheiten anzunehmen."

  • Jugendliche ändern ihr Shopping-Verhalten in der Pandemie

    Während viele Menschen im vergangenen Jahr ihre Ausgaben auf das Nötigste beschränkt haben, nehmen scheinbar viele junge Menschen die Pandemie zum Anlass, um sich auch mal etwas zu gönnen: 37 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben in den vergangenen Monaten deutlich mehr eingekauft.Das zeigt die "BVDW-Trendstudie 2021".

    Grundlage der Studie waren Umfragen im Juli 2020, im April 2021 sowie im Juli 2021. Befragt wurden jeweils rund 3.000 Nutzer digitaler Medien-Angebote. Die Ergebnisse sind Online-repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bildung.

  • Mehr Fastfood, Rückzug ins Private

    "Young Fastfood-Studie 2021": Pandemie ändert Essverhalten gravierend.
    Die Corona-Pandemie hat das Essverhalten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gravierend verändert. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 kochen in Deutschland 37% der 16- bis 29-Jährigen mehr selbst zu Hause, 23% nutzt Lieferservice-Angebote häufiger und knapp über ein Fünftel isst deutlich mehr süße und saure Snacks. In Österreich sind die Ergebnisse ähnlich.

    Das sind Ergebnisse der "Young Fastfood Studie 2021". Grundlage der Studie sind Interviews mit insgesamt 2.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (1.000 Befragte in Deutschland und 1.000 Befragte in Österreich) im Alter von 16 bis 29 Jahren. Die Studie ist repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region.

  • Jugendliche ärgern sich über Fake News und Hassbotschaften

    Jugendliche ärgern sich über Fake News und Hassbotschaften

    Veröffentlichung der "JIM-Studie 2021" zur Mediennutzung von Jugendlichen: Anstieg an Desinformationen und Beleidigungen im Netz 

    Die Suche nach Informationen und Nachrichten spielt nicht erst seit der Corona-Pandemie eine große Rolle, ist aber in der Diskussion um Fake News und Glaubwürdigkeit von Nachrichtenquellen weiter in den Vordergrund gerückt. Fragt man die Jugendlichen nach relevanten aktuellen Themen, so stehen der Klimawandel und die Corona-Situation im Fokus. Bei der Frage nach ihren drei wichtigsten Nachrichtenquellen, nennt ein Drittel der Zwölf- bis 19-Jährigen das Fernsehen (32 %), jeweils jede/-r fünfte Jugendliche das Radio (22 %) und das Internet (21 %).

    Dies sind Ergebnisse der "JIM-Studie 2021" (Jugend, Information, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest. Für die repräsentative Studie wurden vom 1. Juni bis 11. Juli 2021 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch oder online befragt.