Eltern lesen ihren Kindern zu wenig vor

Auch in Zeiten von Internet und Bewegtbild – Kinder finden es gut, wenn Ihnen etwas vorgelesen wird. Das zeigt zumindest die 10. Vorlesestudie.

Das Ergebnis ist eindeutig: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird. Auch bei Kindern aus Haushalten mit mittlerer und niedriger Bildung liegt dieser Wert bei 90 bzw. 86 Prozent (hohe Bildung: 94 Prozent).

vorlesestudie 2016

© Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola

Kaum eine Abweichung gibt es bei Kindern, in deren Haushalt eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird (92 Prozent). Fast jedes dritte Kind, dem vorgelesen wird, wünscht sich, dass dies öfter geschieht (30 Prozent). Bei Kindern, denen selten oder nie vorgelesen wird, ist es jedes zweite (49 Prozent).

Eltern lesen noch zu selten vor

Nach wie vor liest knapp ein Drittel der Eltern ihren Kindern zu selten vor. Ideal wäre es, wenn sie sich mehrmals in der Woche Zeit nehmen, zum Beispiel 15 Minuten jeden Tag. Dann entfaltet das Vorlesen seine volle Wirkung für die intellektuelle, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern.

Die Vorlestudie

Die Vorlesestudie ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH und wird seit 2007 jährlich durchgeführt. 2016 hat das Feld-institut Iconkids & Youth vom 14. Juni bis 8. Juli 521 repräsentativ ausgewählte Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren und ihre Mütter aus ganz Deutschland persönlich befragt.

„Vorlesetag“ am 18. November 2016

Beim bundesweiten „Vorlesetag“ setzen jedes Jahr Zehntausende ehrenamtliche Vorleser, Prominente und Politiker ein Zeichen für die Bedeutung des Lesens und des Vorlesens. Dieses Jahr findet der „Vorlesetag“ am 18. November statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf www.vorlesetag.de

Die Ergebnisse der Vorlesestudie 2016 finden Sie unter www.stiftunglesen.de/vorlesestudie

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