YouTuber, Instagrammer – die Strategien digitaler Superstars

Welcher Instagrammer erzielt die meisten Interaktionen? Wie viel Werbung beinhalten die geposteten Beiträge? Diesen Fragen geht die Studie „Strategien digitaler Superstars“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin nach.

Julian Kawohl, BWL-Professor für strategisches Management, untersucht in der Studie die 20 einflussreichsten Instagram-Blogger Deutschland. Insgesamt hat er mit seinem Team dabei 900 Beiträge auf dem sozialen Netzwerk ausgewertet und darauf geachtet, wie oft Werbung positioniert wurde und wie stark die Follower auf die Beiträge der Stars reagieren.

Die 20 in der Studie untersuchten Instagram-Accounts teilen sich auf acht von YouTubern (Bibi, Dagi Bee, Dner, Julian, Julien Bam, Lionttv, Melina Sophie und Paola Maria), sechs von Fußballern (Jerome Boateng, Lukas Podolski, Marco Reus, Mario Götze, Mesut Özil und Toni Kroos), den von den Vereinen Bayern München und Borussia Dortmund, den Models Heidi Klum, Stefanie Giesinger und Pamela Reif geführten Accounts und die Wissensseite „Faktastisch“ auf.

Die Spitzenposition der aktivsten Fan-Kontakte nehmen dabei die Youtube-Blogger ein. Die Interaktions-Rate – also die Summe der Likes und Kommentare im Verhältnis zur aktuellen Follower-Zahl – beträgt 5,98 Prozent. Damit reagiert im Schnitt knapp jeder 16. Follower mit einer aktiven Aktion auf einen Post. Die meisten Interaktionen erreichte Beauty-Bloggerin Bibi. Im Schnitt reagierte jeder zehnte der 3,2 Millionen Follower aktiv auf ihren Instagram-Post. „Eine beeindruckende Quote, die besonderer Verbundenheit mit den Followern und einer geschickten Social-Media-Strategie zu verdanken ist“, so Kawohl.

Ein weiteres Ergebnis: Die meisten Fans der Instagrammer akzeptieren Werbebotschaften. Ein Model wie Pamela Reif mit ihren 2,5 Millionen Fans erreicht in ihren Instagram-Beiträgen eine Werbequote 83,33 Prozent. Der Fußballer Marco Reuss sogar 100 %.

Die Studie zum Download auf der Homepage von Prof. Dr. Julian Kawohl.

Eine interessante Aanalyse der Studie finden Sie auf trend.at

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