Von „willenlosen Konsumäffchen“ und ihren „Helicopter-Müttern“

Rückblick auf den 18. Kongress von iconkids & youth

Über 200 Gäste aus 110 Unternehmen trafen sich am 10. Juni 2016 zum 18. Kongress von iconkids & youth im Freiheiz in München. Bei schönstem Wetter wurden aktuellen Trends und Themen diskutiert und namhafte Anbieter stellten ihre Leistungen in der Ausstellung Young Communicatons vor.

Die Themen der Vorträge:

What‘s hot in 2016? – Aktuelle Trends und Daten zum deutschen Kinder- und Jugendmarkt

© iconkids & youth

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Zu Beginn der Veranstaltung informierte Axel Dammler über die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen für Marktforschung und deren Auswirkung in der Praxis, bevor er die Top Themen im Kinder- und Jugendmarkt vorstellte. So zeigte er mit brandneuen Daten aus der Studie Trend Tracking Kids, dass Apple zwar noch eine coole Marke ist, in punkto Gerätebesitz aber den Anschluss verliert und Gefahr läuft, inkompatibel zu werden.

Fack ju Jugend? Was es heißt, heute jung zu sein – Lebenswelten, Marken und Medien der „Next Generation“ im Jugendmarkt

Im zweiten Vortrag widmeten sich Nilufar Amberger und Christoph Aigner den Werten und Einstellungen der heutigen Jugend: Sie führten vor, wie der Zwang zu einer sequentiellen Lebensplanung mit tradierten Wertvorstellungen eines linearen Lebensentwurfes kollidieren, die den Jugendlichen durch die Erziehungsinstanzen immer noch mitgegeben werden.

Kids International – wie „anders“ ist Deutschland noch?

Trends und Entwicklungen aus internationaler Sicht

Ingo Barlovic setzte sich damit auseinander, wie Kindheit in verschiedenen Ländern der Welt aussieht und welche Erziehungsideale die Kinder in Ländern wie Polen,  Saudi Arabien oder China im Vergleich zu Deutschland prägen. Dabei betonte er auch, wie unterschiedlich trotz aller globaler Medienmarken auch die nationale Einflüsse durch „Local Heroes“ sind.

Von „willenlosen Konsumäffchen“ und autonomen Verbrauchern – Was Werbung wirklich mit Kindern macht

In seinem zweiten Vortrag brachte Axel Dammler das Thema Konsumerziehung in den Kontext allgemeinen menschlichen Verhaltens und Lernens: Kinder lernen durch Erfahrung und sind nicht mit einem Schlag konsumreif. Entsprechend muss Kindern die Gelegenheit gegeben werden, in unsere Konsumgesellschaft hineinzuwachsen und dabei auch durch eigene Fehler zu lernen.

„Helicopter-Mütter“ revisited – Mütter zwischen Toleranz und pädagogischem Ideal

© iconkids & youth

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Sonja Schwarzer und Simone Jurkin hinterfragten in ihrem Vortrag die Einstellungen und das Verhalten der heutigen Mütter. So sind Mütter einerseits immer (über-) behütender, wenn es um die wahrgenommenen Gefahren der Außenwelt geht. Andererseits sind Mütter aber auch entspannter geworden, wenn es darum geht ihren Kindern bestimmte Dinge zu erlauben – sei es, weil sie ihre Energien lieber auf Streit um wirklich wichtige Dinge konzentrieren, oder weil sie aufgrund der eigenen Kindheitserfahrungen einfach entspannter sind als frühere Müttergenerationen.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – Promotions, Give-aways, Free Gifts – was bei Kindern funktioniert und was nicht

Zum Abschuss macht Denise Ullrich deutlich wie hoch die Anforderungen und Erwartungen von Kindern in Bezug auf Promotions und Beigaben heute sind: Durch die vielen ähnlichen Angebote setzen sich nur diejenigen durch, die besonders stark sind und den Kindern einen echten und einzigartigen Nutzen bieten.

www.iconkids.com