Azubis: 20 Bewerbungen sind im Schnitt nötig

Das Internet ist die erste Anlaufstelle bei der Suche nach der Ausbildung. Jeder zweite Azubi hat seinen Ausbildungsplatz online gefunden.

Das zeigt die Studie „Azubi Report 2017“, für die das Portal ausbildung.de 2.000 Azubis befragt hat.

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(C) azubi.report 2017

Dabei greifen Schülerinnen und Schüler auf Karriereseiten der Unternehmen zurück, aber auch Online-Portale sind seit 2014 immer beliebter geworden. Hier haben Ausbildungsplatzsuchende die Möglichkeit, sich vor der Bewerbung umfassend über Berufe und den gesamten Bewerbungsprozess zu informieren.

Durchschnittlich 20 Bewerbungen – Hauptschüler 50

Durchschnittlich 20 Bewerbungen schreiben Schüler aller Schulformen, bis sie einen Ausbildungsplatz finden – das unterscheidet sich nicht eklatant von den Ergebnissen der Vorjahre. Auffällig ist allerdings, dass Hauptschüler inzwischen 30 Bewerbungen mehr schreiben müssen als der Durchschnitt. Grundsätzlich sind die Azubis mit den Aufgaben, die sie im Betrieb übernehmen, zufrieden. Im direkten Vergleich mit 2014 und 2016 ist in diesem Punkt allerdings ein Abwärtstrend zu beobachten.

Work-Life-Balance ist schon Azubis wichtig

Wie die Befragung weiter zeigt, ist den Azubis die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf wichtiger als das Gehalt. Im Azubi-Report 2017 fällt auf, dass immer mehr Azubis ihren Ausbildungsberuf danach wählen, ob sie geregelte Arbeitszeiten erwarten können oder auch zu ungewöhnlichen Zeiten arbeiten müssen.

Weitere Kernergebnisse:

  • 55 Prozent finden ihren Ausbildungsberuf online über die Webseiten der Unternehmen oder Internetportale, 43 Prozent über Familie und Freunde, nur 6 Prozent aus der Zeitung (Mehrfachnennung möglich). Die Bundesagentur für Arbeit ist nicht einmal für ein Viertel der Azubis der entscheidende Kanal gewesen (24 Prozent)
  • Das wichtigste Kriterium für den Ausbildungsberuf ist das Interesse am Berufsfeld (82 Prozent), gefolgt von regelmäßigen Arbeitszeiten, die Raum für Freizeit bieten (24 Prozent). Ein hohes Gehalt spielt für die meisten eine eher untergeordnete Rolle (19 Prozent).
  • Die Schulen müssen besser auf den Bewerbungsprozess vorbereiten: 11 Prozent der Azubis fühlten sich „gar nicht“ vorbereitet, weitere 31 Prozent geben „schlechte Vorbereitung“ an.
  • Zukunftsaussichten: 84 Prozent sagen, dass ihr Schulabschluss für ihren Traumberuf gereicht hat. 72 Prozent können sich vorstellen, dass sie in fünf bis zehn Jahren noch in diesem Beruf arbeiten.

Die komplette Studie finden Sie hier.