Jeder zweite Werbeeuro geht an drei globale Plattformen

  • Beitrag zuletzt geändert am:Januar 27, 2026
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Die Zahlen vom ZAW, dem Spitzenverband der Werbewirtschaft in Deutschland, sehen auch für 2025 nicht rosig aus. Zwar zeigte sich 2025 weiterhin eine positive Entwicklung (der Werbemarkt stieg um 3,2%), doch zugleich wird eine spürbar nachlassende Dynamik deutlich. Viel schlimmer aber: nur wenige Medien wachsen überhaupt – und davon profitieren keine deutschen Player. Auch der Verband der Mediaagenturen findet das bedenklich und fordert von der Politik den Erhalt der Medienvielfalt und der Meinungspluralität.

Weiterhin zählt der Bereich der digitalen Werbung zu den wichtigsten Wachstumstreibern des Jahres und wieder zeigt sich in diesem Segment das seit Jahren vertraute Bild: Ein Großteil des Wachstums konzentriert sich auf wenige globale Plattformen, die den Markt dominieren und den überwiegenden Anteil der Zugewinne auf sich vereinen. In den übrigen Kategorien fallen die Steigerungsraten dagegen deutlich geringer aus oder entwickeln sich sogar rückläufig, was die strukturelle Spreizung innerhalb des Werbemarkts erneut bestätigt.

Dies führt zu Entwicklungen, wie man sie zuletzt gesehen hat – etablierte Verlagshäuser spielen hierzulande immer weniger eine Rolle, einst europaweite große Player wie RTL straucheln ebenfalls. Der Verband Organisation der Mediaagenturen (OMG) apelliert an die Politik, hier aktiv zu werden. OMG richtet sich einerseits gegen Werbeverbote, fordert aber auch den Erhalt der Marktbalance in Bezug auf die dominierende Stellung der GAFAs und die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des Dualen Systems.

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Burda startet Demokratie-Initiative für junge Wähler

  • Beitrag zuletzt geändert am:Januar 18, 2026
  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit

„Focus“ will mit „Pro Demokratie“ ein starkes Zeichen im „Superwahljahr“ setzen.

Im „Superwahljahr“ 2026 startet die Medienmarke „Focus“ die Initiative „Pro Demokratie“. Unter seinem Leitmotiv „Hier sind die Fakten“ will sich das Nachrichtenmagazin nach eigenen Angaben als „starkes, faktenbasiertes Medium“ positionieren, das vor allem bei wichtigen Themen wie den anstehenden Landtags- und Kommunalwahlen als Alternative zu Fake-anfälliger Social-Media-Berichterstattung gilt – insbesondere für junge Wählerinnen und Wählern.

Das Nachrichtenmagazin startete vor 33 Jahren, die Internesteite focus-online feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Um jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren einen niedrigschwelligen Zugang zu unabhängigem Qualitätsjournalismus zu ermöglichen, verschenkt „Focus“ bis Mitte März eine limitierte Anzahl Jahresabos an junge Menschen unter 30 Jahren.

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Jugendstudie: Mehrheit steht hinter Demokratie, sieht aber Reformbedarf

  • Beitrag zuletzt geändert am:Juli 10, 2025
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Die Jugend Europas steht zur Demokratie und zur Europäischen Union, sieht aber Reformbedarf. Für nur sechs Prozent der 16- bis 26-Jährigen funktioniert das politische System ihres Landes gut und muss nicht verändert werden. 48 Prozent der jungen Europäerinnen und Europäer halten die Demokratie in ihrem Land für gefährdet, in Deutschland sind es 61 Prozent.

Zwei Drittel bewerten die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU als positiv. Gleichzeitig kritisieren 53% der jungen Menschen, dass die EU sich zu oft mit Kleinigkeiten beschäftigt. Die Hälfte der 16- bis 26-Jährigen findet, die EU sei eine gute Idee, aber sehr schlecht umgesetzt. Das zeigt die neunte repräsentative Jugendstudie „Junges Europa“ der TUI Stiftung. Das Meinungsforschungs-Institut YouGov befragte dazu im April und Mai 2025 6.703 Menschen zwischen 16 und 26 Jahren in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Polen und Großbritannien.

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