Nachrichten über Social Media

  • Beitrag zuletzt geändert am:April 9, 2026

Die aktuelle Ausgabe der „Media Perspektiven“ (ARD Media) befasst sich mit der Nachrichtenrezeption junger Menschen.

Demnach beziehen 18- bis 24-Jährige ihre Informationen bzw. Nachrichten zunehmend über Social-Media-Kanäle oder von Videoplattformen. Der Nachrichtenkonsum ist bei Jugendlichen eher auf individuelle Interessen ausgerichtet als auf den Wunsch, umfassend informiert zu sein. Junge Menschen suchen tendenziell weniger aktiv nach Nachrichten, sondern warten häufiger, bis die Nachrichten sie erreichen („News find me“). Einer dänischen Studie zufolge genießen traditionelle Medien(marken) bei jungen Erwachsenen weiterhin einen Vertrauensvorschuss.

Social Media und Videoplattformen spielen immer wichtigere Rolle

Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren nutzen Social-Media-Angebote und Videoplattformen zunehmend als Newsquelle, das zeigen die Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Reports 2025.
Wenn es darum geht, wie mit Nachrichten umgegangen und über diese gesprochen wird, lassen sich fünf Typen mit unterschiedlichen Herangehensweisen identifizieren – von den „Uninteressierten“ bis zu den „kalkulierenden Meinungsäußerern“.

Nachrichtennutzung wird von individuellen Interessen bestimmt

Eine Studie aus der Schweiz hat sich mit der Nachrichtennutzung von 18- bis 25-Jährigen auseinandergesetzt. Der Nachrichtenkonsum wird den Ergebnissen zufolge eher von spezifischen individuellen Interessen bestimmt. Es zeigte sich, dass das Interesse für innenpolitische Themen zu ausgeprägterer Nachrichtennutzung führen kann.

Newsfluencerinnen und Newsfluencer als Nachrichtenquelle

Junge Menschen nutzen Nachrichten zudem eher in Form individuell zusammengestellter „Snacks“. Newsfluencerinnen und Newsfluencer gewinnen bei ihnen als Nachrichtenquelle an Bedeutung. Jugendliche schätzen an ihnen, dass sie leicht verständliche Informationen bieten, die zudem oft humorvoll verpackt werden, wie eine Studie in Portugal aufzeigen konnte.

Nachrichten in Feeds statt aktiver Suche

Junge Erwachsene suchen weniger aktiv nach Nachrichten, sondern werden vielmehr von diesen in ihren Feeds „gefunden“ („News find me“). Bei der Verbreitung von Nachrichten spielt einer niederländischen Studie zufolge zudem interpersonale Kommunikation eine wichtige Rolle. Eine Langzeitauswertung von Daten des Digital News Reports konstatiert einen Rückgang der aktiven Beteiligung an Nachrichten (Liken, Teilen, Kommentieren).

Kritischere Auseinandersetzung mit Nachrichten mit zunehmendem Alter

Jugendliche entwickeln im Laufe des Heranwachsens eigene Muster der Nachrichtennutzung. Mit zunehmendem Alter nimmt bei jungen Menschen zudem nach eigenen Angaben die kritische Auseinandersetzung mit Nachrichten deutlich zu, wie eine weitere Studie aus der Schweiz zeigt.

Vertrauensvorschuss für traditionelle Medienmarken

Traditionelle und etablierte Medien(marken) genießen in der befragten jungen Zielgruppe auch in digitalen Zeiten erstmal einen Vertrauensvorschuss, das geht aus einer in Dänemark durchgeführten Studie hervor.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.