Jugendliche finden „Bio“ toll, aber auch zu teuer

„Bio“ ist ein Qualitätsmerkmal, dem Konsumenten vertrauen. Verbraucher wollen wissen, woher ihre Lebensmittel herkommen und wie sie hergestellt werden. Wie aber steht die junge Zielgruppe zu Öko-Produkten? Um diese Frage zu beantworten, hat appinio eine Umfrage mit 4.298 Personen im Alter von 14-29 Jahren zum Thema Bio-Lebensmittel durchgeführt. 

Die Auswertung zeigt, dass junge Menschen grundsätzliche positive Eigenschaften mit Bio-Lebensmitteln verbinden, die Herkunft vor allem bei Fleisch und Wurst wichtig ist, sowie der Preis als zu hoch eingeschätzt wird.

Fast jeder Vierte kauft immer bis oft Bio-Lebensmittel

Der Großteil der unter 30-Jährigen (ca. 56%) kauft oft bzw. immerhin noch manchmal Bio-Lebensmittel, bei knapp jedem vierten Befragten gehört der Einkauf von Bio-Lebensmitteln sogar immer bis oft dazu. 4% kaufen bei jedem Einkauf Bio-Ware.

Regional unterscheidet sich das Kaufverhalten vor allem zwischen dem Westen und Süden der Republik. Haben in NRW rund 50% der Befragten angegeben, selten bis nie Bio-Lebensmittel zu kaufen, werden in Bayern und Baden-Württemberg dagegen deutlich öfter Bio-Lebensmittel von den jungen Menschen gekauft.

Grundsätzlich positive Assoziationen mit Bio-Lebensmitteln

Bio-Lebensmittel lösen bei den deutschen Teens und Twens grundsätzlich positive Assoziationen aus. Auf die Frage, was mit Bio-Lebensmitteln verbunden wird, sind vor allem ein ökologisch kontrollierter Anbau (58%), artgerechte Tierhaltung (55%) sowie Rücksicht auf Natur/Umwelt (50%) genannt worden. Ebenso wird mit ihnen eine gesündere Ernährung/Lebensmittel (38%), weniger Zusatzstoffe (37%) und Genfreiheit (30%) verbunden.

Auch ist den Befragten klar, dass Bio-Lebensmittel sich von herkömmlichen Lebensmitteln unterscheiden, wenngleich eine geringere Haltbarkeit biologischer Lebensmittel nicht negativ bewertet wird. Nichtsdestotrotz hält lediglich eine geringe Mehrheit (52% zu 48%) Bio-Lebensmittel für gesünder als herkömmliche Lebensmittel.

Über die Hälfte der Befragten finden die Preise zu hoch

Die Preise für Bio-Lebensmittel werden von einer Mehrheit (57%) als zu hoch eingeschätzt. Im Gegensatz dazu schätzen rund 41% der Befragten die Preise als genau richtig ein. Ihnen ist klar, dass eine artgerechte Tierhaltung oder ein ökologisch kontrollierter,  nachhaltiger Anbau auch zu einem erhöhten Preis führt.

Eine biologische Herkunft ist den Befragten vor allem bei Fleisch und Wurst wichtig (41%). Auf den weiteren Plätzen folgen Eier (26%) sowie Obst und Gemüse (24%). Weniger wichtig scheint den Deutschen im Alter von 14-29 Jahren die Herkunft bei Brot- und Backwaren sowie Kartoffeln zu sein.

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