Jüngere wünschen sich den Spaß beim Shoppen zurück

Die Studie "New Normal: Wie lebt Deutschland in der Post-Corona-Welt?" will einen Ausblick auf die Zeit nach der Pandemie geben. Neben Themen wie Selbstbild, Gesundheit und Job beleuchtet sie auch das künftige Shoppingverhalten der Deutschen.

Social Distancing und Maskenpflicht haben das Einkaufserlebnis im stationären Handel stark verändert. Viele Online-Händler erfuhren dadurch großen Zulauf. Was die Verbraucher sich für ihren Einkauf nach der Krise wünschen, zeigt die aktuelle Studie im Auftrag vom Handelsunternehmen QVC unter der Leitung von Trendforscher Prof. Peter Wippermann. Dazu befragte Bonsai Research Ende April 1.000 Menschen in Deutschland zwischen 14 und 50 Jahren.

Einkaufen wird zum Fan-Event

Jüngere wünschen sich den Spaß beim Shoppen zurück

(c) QVC

In der Isolation wuchs der Wunsch nach sozialer Nähe. Social-Shopping-Apps, die in China bereits boomen, wollen diese zumindest teilweise zurückbringen. Eingekauft wird digital und live, zusammen mit Freunden oder anderen Fans. Diese Idee kommt auch bei den deutschen Verbrauchern gut an: 41 Prozent der Frauen und jeder zweite Mann finden Social Shopping attraktiv, so die QVC-Umfrage. Ebenso viele können sich vorstellen, mit einem virtuellen Shopping-Scout einzukaufen, ohne selbst im Geschäft anwesend zu sein.

In Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Startup "LiSA" hat QVC bereits ein gleichnamiges Tool getestet, das erstmals eine Shopping-Beratung auf mobilen Geräten bietet, während die Kunden aus dem Sortiment einkaufen. Dazu gibt es die Möglichkeit, sich im Live-Chat auszutauschen. "Der Handel wird sich nach der Krise neu definieren müssen", sagt Mathias Bork, CEO von QVC Deutschland. "Die Community zu unterhalten und emotionale Erlebnisse zu schaffen wird noch weiter in den Vordergrund rücken. Und das am besten live und in Echtzeit."

Laut der aktuellen Studie könnte auch Streaming künftig beim täglichen Routine-Einkauf helfen

44 Prozent aus der "Generation Z" wünschen sich einen Online-Einkaufsassistenten, der ihnen aktuell verfügbare, frische Lebensmittel per Video zeigt.

"Ob in der realen oder virtuellen Welt: Märkte bleiben Gespräche", unterstreicht Studienleiter Prof. Peter Wippermann. "Im 'New Normal' sind Händler gut beraten, wenn sie den Spaß beim Shopping zurückbringen." 54 Prozent der befragten Deutschen wünschen sich, dass sich Läden mehr zu Treffpunkten für Communities entwickeln. Ob sie ein Verkäufer oder ein Bot berät, ist zweitrangig. "Wenn der Service gut ist, ist mir egal, ob dahinter ein Mensch oder ein Computer steht", sagen laut der QVC-Umfrage 59 Prozent der Deutschen – und damit elf Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Haltung überzeugt: Shopping erlebt einen Wertewandel

Überhaupt nicht egal ist es den Verbrauchern hingegen, ob ein Händler Haltung zeigt. Zwei Drittel der Deutschen geben an, dass sie künftig eher bei Anbietern einkaufen wollen, die für Solidarität, soziales Engagement und Nachhaltigkeit stehen. 69 Prozent haben vor, beim Kauf von Kleidung mehr auf Langlebigkeit und Zeitlosigkeit zu achten.

"Stärker als noch vor der Pandemie stellen sich die Kunden nun die Frage nach Sinn und Nachhaltigkeit ihres Einkaufs", sagt Studienleiter Wippermann. "Unternehmen überzeugen nicht mehr nur mit ihren Produkten, sondern mit ihren Werten."

Eines hat die Pandemie jedoch nicht verändert: Der Klimawandel macht vielen Menschen weiterhin Sorgen. Drei Viertel der befragten Deutschen sprechen sich in der QVC-Umfrage dafür aus, bei diesem Thema nicht locker zu lassen: "Die Corona-Krise sollte nicht dazu genutzt werden, den Klimaschutz aufzuschieben".

Zur Studie

Die aktuelle Studie "New Normal: Wie lebt Deutschland in der Post-Corona-Welt?" des digitalen Handelsunternehmens QVC entwickelt fünf Thesen für das Leben nach der Corona-Krise. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Trendforscher Professor Peter Wippermann, dem Trendbüro und Bonsai Research. Ende April 2020 nahmen dazu 1.000 Menschen in Deutschland zwischen 14 und 50 Jahren an einer repräsentativen Online-Umfrage teil – die Ergebnisse unterteilt in drei Generationen: "Generation Z" (14 bis 20 Jahre), "Generation Y" (21 bis 35 Jahre) und die Generation X (36 bis 50 Jahre). Im Mittelpunkt standen ihre Wünsche für die Zukunft. Bereits 2016 beschäftigte sich das Unternehmen im Rahmen einer Zukunftsstudie mit der Frage: "Wie kauft Deutschland übermorgen ein?". Daran anknüpfend erschien 2018 die Studie "Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?". Die vorliegenden Thesen beziehen Erkenntnisse aus beiden vergangenen Studien mit ein, um sie zu überprüfen und zu aktualisieren.

Weitere Ergebnisse unter www.QVC-Zukunftsstudie.de

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