Fahrrad-Urlaub begeistert immer mehr Jüngere

Lieferengpässe bei Fahrrädern, Pop-up-Bikelines, permanente Fahrradstraßen – seit der Corona-Pandemie ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Stunde. Gerade bei Jüngeren hat das Fahrradfahren im letzten Jahr an Bedeutung gewonnen – und auch die Fahrradreise. 44 Prozent der 18-29-Jährigen und 38 Prozent der 30-49-Jährigen können sich einen Fahrradurlaub vorstellen – mehr als in den älteren Zielgruppen.

Wie die Radreise-Pläne der Deutschen für dieses Jahr aussehen und ob sich die Pandemie auch auf das Interesse der Deutschen an Radreisen ausgewirkt hat, hat der Online-Marktplatz für Radreisen cyclelo in einer repräsentativen Umfrage in Zusammenarbeit mit der INNOFACT AG ermittelt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Fast jeder dritte Radfahrer fährt mehr Fahrrad als vor der Pandemie.
  • Trend Radreise: 34 Prozent der Deutschen können sich gut vorstellen, dieses Jahr einen Fahrradurlaub zu machen, weitere 27 Prozent eventuell.
  • Ein knappes Drittel gibt an, dass Corona das Interesse an einer Radreise verstärkt hat.
  • Von wegen "Rentnerreise": 44 Prozent der 18-29-Jährigen liebäugeln mit einem Radurlaub.
  • Treiber E-Bike: 58 Prozent der E-Bike-Besitzer erwägen dieses Jahr eine Radreise.
Fahrrad-Urlaub begeistert immer mehr Jüngere

(c) cyclelo GmbH

Von wegen "Rentner-Reise" – gerade Jüngere erwägen Urlaub im Fahrradsattel

Die Radreise ist schon lange keine "Rentner-Reise" mehr. Eher ist das Gegenteil der Fall, denn das Interesse an einer Radreise ist mit steigendem Alter rückläufig: 44 Prozent der 18-29-Jährigen und 38 Prozent der 30-49-Jährigen möchten sich dieses Jahr auf den Fahrradsattel schwingen – jedoch nur 25 Prozent der 50-69-Jährigen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Frage danach, ob Corona das Radreise-Interesse verstärkt hat: 40 Prozent der 18-29-Jährigen stehen hier 21 Prozent der 50-69-Jährigen gegenüber.

Ob dies nur ein vorübergehender "Corona-Trend" ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Doch schon oft hat sich ja gezeigt, dass die Menschen an einer Sache dranbleiben, wenn sie diese einmal für gut befunden haben – ein ähnlivher Trend deutet sich ja beim Thema Camping an.

Raus aus der Stadt – Großstädter zeigen im Wohnortvergleich größtes Interesse an Radreise

Der Urlaubstrend geht offenbar raus aus der Stadt. Je größer der Wohnort, desto mehr Deutsche spielen mit dem Gedanken 2021 eine Radreise zu machen: 42 Prozent der Radreise-Interessierten sind Großstädter – hingegen nur 14 Prozent Bewohner von Dörfern und Gemeinden.

Der wichtigste Grund für eine Radreise in dieser Saison ist es "Natur zu erleben". Das sagen 68 Prozent aller Radreise-Interessierten. Zudem lässt sich in Großstädten der größte Corona-bedingte Interessenszuwachs verzeichnen: 41 Prozent der Befragten mit verstärktem Interesse kommen aus Großstädten – jedoch nur 17 Prozent aus ländlicheren Gegenden.

Über die Umfrage

In Zusammenarbeit mit der INNOFACT AG hat der Online-Marktplatz für Radreisen cyclelo in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, wie die Corona-Pandemie das Interesse der Deutschen an Radreisen verändert hat. Im Rahmen einer Online-Befragung wurden im Zeitraum vom 11. Februar bis zum 15. Februar 2021 insgesamt 1.002 Personen in Deutschland befragt (bevölkerungsrepräsentative Stichprobe). Als Radreise wurde eine Reise mit mindestens drei Übernachtungen und mit Radfahren als einem der Hauptmotive definiert. Zahlen gerundet.