„Startup School Cup“ macht bayerische Schüler fit für die Wirtschaft

  • Beitrag zuletzt geändert am:November 23, 2025

In der 10. Klasse entwickeln alle Schüler bayerischer Gymnasien Geschäftsmodelle für erdachte Unternehmen. Das ist in Bayern sogar zentraler Lehrinhalt im Fach Wirtschaft und Recht. Erfahrene Coaches aus der regionalen Wirtschaft und Pitch-Wettbewerbe auf Klassen- Schul- und Regionalebene sollen die Praxisnähe und Motivation steigern. Dazu soll auch der Wettbewerb „Startup School Cup“ beitragen.

Der Wettbewerb hat im vergangenen Schuljahr weiter an Dynamik gewonnen: Während beim ersten Wettbewerb 2022/23 zwei Schulen teilnahmen, waren es im Folgejahr drei und zuletzt bereits acht Gymnasien. Im neuen Schuljahr 2025/26 verdoppelt sich diese Zahl nahezu. Immer mehr Landkreise sind beteiligt – und erstmals ist auch eine Fachoberschule vertreten. Über 1500 bayerische Schüler nehmen an dem Wettbewerb teil.

Nachdem beim Regionalfinale am 28. Mai 2025 im Veranstaltungsforum Fürstenfeld die Kapazitäten mit acht Präsentationen vor über 200 Gästen vollständig ausgelastet waren, wird es 2026 zwei Schlussrunden geben: in Fürstenfeldbruck und in Landsberg. Rund 60 Schulklassen mit insgesamt mehr als 1.500 Schülerinnen und Schülern treten im neuen Schuljahr im Wettbewerb um den Startup School Cup an. Damit hat sich die Initiative des Germeringer Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, die 2020 ins Leben gerufen wurde, inzwischen auf sieben Landkreise sowie die Stadt München ausgeweitet. Ziel ist es, den im bayerischen Lehrplan für die 10. Jahrgangsstufe an Gymnasien verankerten Unterrichtsinhalt „Entwicklung von Geschäftsmodellen für Unternehmen“ praxisnah zu vermitteln – durch erfahrene Coaches aus der Wirtschaft und Pitch-Wettbewerbe nach dem Vorbild der bekannten Gründershow „Höhle der Löwen“. Drei Jahre mit exponentiellem Wachstum belegen eindrucksvoll: Der Lernerfolg beim Erwerb wertvoller
Alltagskompetenzen steigt; Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Coaches sind gleichermaßen begeistert.

Organisatorische und personelle Unterstützung erhält der „Startup School Cup“ von der IHK sowie von der Stiftung Digitale Bildung. Stiftungsvorstand Jürgen Biffar – Mitinitator und engagierter Förderer des Projekts – erklärt: „Der Wettbewerb im vergangenen Schuljahr mit den schulinternen Pitches und dem großen Regionalfinale hat eine Welle der Begeisterung ausgelöst, durch die viele Schulen der Region auf den Startup School Cup aufmerksam wurden. Wir freuen uns, dass acht Schulen im Schuljahr 2025/26 neu dabei sein werden und die Schülerinnen und Schüler dadurch praxisnah ökonomische Kompetenz erwerben können.“

Über den „Startup School Cup“

Foto: IHK für München und Oberbayern / HRSchulz

Die Grundlage für den Startup School Cup wurde 2020 gelegt: Im Germeringer Arbeitskreis Schule-Wirtschaft entwickelte eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften sowie Unternehmerinnen und Unternehmern Konzepte zur gezielten Förderung ökonomischer Bildung an den Gymnasien der Region. Zeitgleich wurde im bayerischen Lehrplan für die 10. Jahrgangsstufe das Thema „Entwicklung von Geschäftsmodellen für Unternehmen“ als zentraler Lehrinhalt im Fach Wirtschaft und Recht verankert.

Der Arbeitskreis beschloss daraufhin, Schülerteams bei dieser Aufgabe durch erfahrene Coaches aus der Wirtschaft zu unterstützen und erste Pitch-Wettbewerbe auf Klassen- und Schulebene zu initiieren. Aus dieser Idee entstand der „Startup School Cup“, der heute ein Kooperationsprojekt des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck, des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Germering sowie der Stiftung Digitale Bildung ist. Die Organisation erfolgt weitgehend ehrenamtlich durch die Mitglieder der Kooperationspartner sowie durch die unterstützenden Schulen und Unternehmen.

Stiftung Digitale Bildung – Digital Education Foundation

Die gemeinnützige Stiftung Digitale Bildung wurde 2019 von Michaela Wienke und Jürgen Biffar aus der Überzeugung heraus gegründet, dass zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit – Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel – ein höheres Bildungsniveau in allen Bevölkerungsschichten erforderlich ist. Erreichbar ist das Ziel deutlich erhöhter Lernerfolge aus Sicht des Stifterehepaars durch digitale Mittel. Als Gründer und bis 2019 Geschäftsführer von DocuWare, einem international renommierten Anbieter von Cloud-basierten Lösungen für Dokumentenmanagement und Workflow-Automation, verfügt Jürgen Biffar über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung. Zweck der Stiftung ist die Förderung technisch-digitaler Kompetenzen junger Menschen sowie die Steigerung des Lehr- und Lernerfolges an öffentlichen Schulen durch den Einsatz digitaler Lernwerkzeuge.

Weitere Informationen unter www.digi-edu.org

www.startupschoolcup.de