„Kampf in den Köpfen“

  • Beitrag zuletzt geändert am:März 8, 2026

Wie TikTok, Instagram & Co Kinder manipulieren | Die Bildungsexpertin Nina Kolleck erklärt, wie Kinder im digitalen Alltag geschützt werden können.

Bisherige Debatten über soziale Medien und Kinder kreisen vor allem um Nutzungsdauer, Verbote und individuelle Risiken: zu viel Bildschirmzeit, Sucht, Ablenkung, einzelne Skandale oder Extremfälle. Bildungsforscherin Nina Kolleck schlägt in Ihrem Buch „Der Kampf in den Köpfen“ eine andere Perspektive vor. Sie fragt nicht zuerst, wie lange Kinder online sind, sondern was sie dort lernen. Eindringlich zeigt sie, dass soziale Medien das Aufwachsen radikaler verändern, als viele ahnen. Sie wirken tief in das emotionale Erleben, die sozialen Beziehungen und die politische Identität junger Menschen hinein – und bestimmen mit, wie sie ihre Persönlichkeit entwickeln.

Dabei gehen die stärksten Effekte nicht allein von extremen Inhalten aus, sondern von alltäglichen Routinen, Wiederholungen und stillen Verschiebungen im Denken und Fühlen der Generationen von morgen. Kolleck erläutert, wie Plattformen Bedürfnisse ausnutzen, Gemeinschaft simulieren und Weltbilder formen – und damit Eltern, Lehrkräfte und Gesellschaft herausfordern und überfordern. Sie warnt vor den Auswirkungen sozialer Medien nicht nur auf Gehirn und Verhalten, sondern auch auf die Demokratie. Kollecks Appell: Wir müssen verstehen, wie digitale Sozialisation wirkt, wenn wir unsere Kinder vor Manipulation schützen und sie in ihrer Entwicklung stärken wollen.

Nina Kolleck ist Bildungsforscherin, Politikwissenschaftlerin und seit 2023 Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam. Zuvor hatte sie Professuren in Aachen, an der FU Berlin und in Leipzig inne. Für ihre innovative Forschung wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem vom Europäischen Forschungsrat und von der Max-Planck-Gesellschaft.

„Der Kampf in den Köpfen. Wie TikTok, Instagram & Co unsere Kinder manipulieren“ erscheint am 13. März 2026 bei Rowohlt für 24 EUR, ISBN 978-3-7371-0241-4.

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