Umweltbewusstsein Jugendlicher lässt zu wünschen übrig

Das zeigt die Vertiefungsstudie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2014“ zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten junger Menschen.

Für viele Jugendliche haben ein guter Lebensstandard und Möglichkeiten zur Selbstentfaltung eine höhere Priorität als Umweltfragen.

Die Ergebnisse sind im Rahmen der Umweltbewusstseinsstudie 2014 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Umweltbundesamts (UBA) entstanden.

Neben der online durchgeführten Repräsentativbefragung mit deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren fanden mehrere qualitative Untersuchungen statt. Der Bericht behandelt die umweltbezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen junger Menschen und ihr Verständnis eines guten Lebens und der Rolle von Umwelt und Natur dabei.

Es zeigt sich, dass Umwelt und Natur in der Alltagswelt junger Menschen eine andere Rolle als in der Gesamtstichprobe haben. Vor dem Hintergrund von Unsicherheitserfahrungen und Wohlstandssorgen werden zum Beispiel einem guten Lebensstandard und Möglichkeiten zur Selbstentfaltung Priorität eingeräumt.

Gleichwohl, so die Autoren der Studie, kann mit Blick auf die Einstellungen junger Menschen gegenüber der Umwelt ein ausgeprägtes Problembewusstsein festgestellt werden. Beim alltäglichen Konsum ist die Handlungsbereitschaft junger Menschen vergleichsweise gering, allerdings lassen sich etwa im Bereich der Mobilität und Ernährung oder des kollaborativen Konsums durchaus Potenziale für ein umweltschützendes Verhalten erkennen.

Wie die Autoren der Studie feststellen, werden die Erwartungen junger Menschen an die Umweltkommunikation und Umweltbildung bislang nur unzureichend erfüllt. Zudem unterscheiden sich junge Menschen hinsichtlich ihres Umweltbewusstseins und Umweltverhaltens teils deutlich: Unter ihnen finden sich Nachhaltigkeitsorientierte ebenso wie weniger umweltaffine Wachstumsorientierte oder gar Umweltpassive. Das Umweltbewusstsein junger Menschen weist darüber hinaus generationenspezifische Prägungen und lebensphasenbedingte Prägungen auf. Je größer der Anteil der aktuell jungen Generation an der Gesamtbevölkerung wird, desto mehr werden sich Umweltbewusstsein und Umweltverhalten gegenüber den bislang bekannten Formen verändern.

Die komplette Studie finden Sie hier.

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