"Unternehmen investieren zunehmend in Azubimarketing"

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt wird aus Sicht der Unternehmen auch im nächsten Jahr sehr angespannt bleiben. Immer mehr Ausbildungsplätze können nicht mehr besetzt werden, weil den Unternehmen die Bewerberinnen und Bewerber fehlen – quantitativ und qualitativ. 

In Niedersachsen fällt im Jahr 2020 auf Grund der Rückkehr vom achtjährigen Abitur (G8) auf G9 zusätzlich ein kompletter Abiturjahrgang aus. Auch das verringert das Angebot an interessierten Schulabgängern deutlich. Doch was können Unternehmen tun, um sich vorzubereiten?

André Mücke, Geschäftsführer der auf Azubimarketing spezialisierten Agentur DSA youngstar: „Die Betriebe müssen früh anfangen, sich ihre Talente zu sichern. An einer Präsenz im Bildungsumfeld kommen die Unternehmen heute kaum noch vorbei.“

Für Unternehmen stellt sich damit jedoch die Frage, wie man gezielt junge Menschen in Schulen ansprechen kann – und darf.

„Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe geeigneter Maßnahmen, um auf das eigene Unternehmen als Arbeitgeber hinzuweisen“, erklärt Mücke. „Die Kombination aus Postkarten und Plakate bestimmt nach wie vor den Trend. Allerdings stehen bei den Schulen zunehmend auch die Bewerbungsratgeber hoch im Kurs, die den Schülern konkrete Hilfestellungen im Bewerbungsprozess geben. Unternehmen haben hier die Möglichkeit, diese Ratgeber zu sponsern und mit dem eigenen Ausbildungsplatzangebot zu punkten. Eine WinWin-Situation für Schulen und Betriebe.“

Seit 2017 haben zahlreiche Schulen darüber hinaus die sogenannten „Zukunftssäulen“ für sich entdeckt. Die ca. 2 Meter hohen Digital-Panels stehen direkt in den Schulen und versorgen die Schülerinnen und Schülern mit Informationen rund um das Thema Ausbildung, Studium und Bewerbungsverfahren. Unternehmen können sich über Postkarten, Plakate und Spots auf dem Digitalscreen beteiligen.

Mit 50 Zukunftssäulen in Hamburg gestartet, umfasst das Netzt mittlerweile über 100 Säulen in Berlin, 25 in Düsseldorf und ab Januar auch 35 Säulen in Frankfurt und Umland. Für 2020 sind Netzerweiterungen in Köln und München geplant.

Mehr Informationen unter www.zukunftssaeule.de.

 

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