IHK Frankfurt startet Zukunftssäulen – Berufsorientierung 4.0

  1. IHK Frankfurt startet Zukunftssäulen - Berufsorientierung 4.0

In Frankfurt startet eine neue Ära der Berufsorientierung an Schulen. Partner sind die IHK Frankfurt, die Berufsorientierungslehrer und die "Zukunftssäulen". Das Projekt wurde nun an der IGS Herder vorgestellt.

Insgesamt 35 sogenannte "Zukunftssäulen" gibt es ab sofort an Schulen in Frankfurt und Umgebung. Das neue Konzept der Berufsorientierung wurde am 04. März in der Integrierten Gesamtschule IGS Herder in Frankfurt am Main vorgestellt.

Der Clou: Unternehmen, die IHK Frankfurt und die Schulen ziehen in Sachen Berufsorientierung an einem Strang und möchten junge Menschen begeistern, eine duale Berufsausbildung zu starten.

IHK Frankfurt startet Zukunftssäulen - Berufsorientierung 4.0

Zukunftssäule in der IGS-Herder in Frankfurt; Foto: Stefan Krutsch Photographie

"Wir versuchen, mit den Zukunftssäulen neue Kommunikationswege zu den Schülerinnen und Schülern zu finden", erläutert Stefan Ruoff das Konzept. Er ist Vizepräsident der IHK Frankfurt und weiß, warum es besonders wichtig ist, junge Menschen direkt in der Schule anzusprechen.

Der Fachkräftemangel ist für viele Unternehmen – auch in Frankfurt – Realität geworden. Die duale Ausbildung kann hierbei helfen, junge Menschen frühzeitig für Unternehmen zu begeistern und so den eigenen Fachkräftebedarf zu decken.

Allerdings interessieren sich immer mehr Schulabgänger eher für ein Studium. Oftmals, weil in den Schulen einseitig in Richtung Hochschulstudium beraten wird. Das soll sich mit den Zukunftssäulen nun ändern.

"Wir möchten junge Menschen davon überzeugen, wie vielfältig die duale Berufsausbildung ist, welche Karrierechancen mit ihr verbunden sind und warum es sich lohnt, bei den Unternehmen vor Ort eine Bewerbung abzugeben", erklärt André Mücke das Konzept. Mücke ist Geschäftsführer der Schulmarketing-Agentur DSA youngstar und beschäftigt sich seit Jahren mit der Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsausbildung. Die Zukunftssäulen gibt es mittlerweile in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und nun auch in Frankfurt.

Die Zukunftssäulen bestehen aus einem Digitalscreen und zahlreichen Fächern für Postkarten und kleine Broschüren. Auf dem Screen laufen alle 20 Sekunden wechselnde Informationen rund um die Ausbildung. Wann ist die "Lange Nacht der Industrie"? Wo findet die nächste "Einstieg"-Messe statt? Wie schreibe ich eine gute Bewerbung? Nur einige der Fragen, die die Zukunftssäulen nun an den Schulen beantwortet.

Finanziert wird das Konzept zum einen von der IHK Frankfurt, zum anderen von zahlreichen Unternehmen, die das eigene Ausbildungsplatzangebot präsentieren. "Die meisten Unternehmen interessieren sich für eine Kombination aus Postkarten und Digitalscreen", erläutert Mücke. Mit etwa 50 Euro pro Monat und Schule seien Unternehmen bereits dabei. "Wir möchten mit den günstigen Preisen insbesondere auch die kleinen und mittleren Unternehmen vor Ort ansprechen. Die Zukunftssäulen sollen für alle Ausbildungsbetriebe erschwinglich sein." Genau hier liegt wohl auch der besondere Charme dieser gelungenen Kooperation von Schule und Wirtschaft.

www.zukunftssaeule.de