Duale Studenten haben Vorteile auf dem Arbeitsmarkt

  1. Duale Studenten haben Vorteile auf dem Arbeitsmarkt

Wer ein duales Studium abschließt, hat anschließend auf dem Arbeitsmarkt Vorteile. Die praktische Erfahrung macht den Unterschied. Die Wichtigkeit der Ausbildung, mit oder ohne begleitendes Studium, sollte deshalb stärker in die Schulen getragen werden.

Praxis ist Trumpf, wenn es um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Sirikit Krone von der Universität Duisburg-Essen mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung. Sie zeigt: Wer neben dem Studium noch eine Ausbildung absolviert, findet anschließend leichter einen Job.

Laut der Studie, über die der SPIEGEL berichtet, ist anderthalb Jahre nach dem Abschluss weniger als ein Prozent der Absolventen dualer Studiengänge arbeitslos. Bei den Absolventen normaler Bachelorstudiengänge sind es hingegen sechs Prozent.

Vorteile bei Beschäftigung und Arbeitsverhältnis

Das Forscherteam um Sirikit Krone konnte weiterhin herausfinden, dass Absolventen dualer Studiengänge nicht nur häufiger und schneller Arbeit finden, sondern diese auch deutlich seltener in Teilzeit stattfindet. Während jeder fünfte Bachelorabsolvent anderthalb Jahre nach dem Verlassen der Hochschule in Teilzeit arbeitet, sind es bei den jungen Menschen mit Praxiserfahrung lediglich sieben Prozent.

Weiterhin arbeiten etwa drei Viertel der dual Ausgebildeten in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Mit einem regulären Bachelorstudium sind es nur die Hälfte, bei Uni-Absolventen sogar nur ein Drittel.

Praktische Erfahrungen sind auf dem Arbeitsmarkt wichtig

Dass das frühe Sammeln von praktischer Erfahrung wichtig und womöglich entscheidend auf dem Arbeitsmarkt ist, ist in den Köpfen der Schulabsolventen allerdings nicht ausreichend präsent. Nach wie vor strebt die Mehrheit der Schulabgänger ein herkömmliches Hochschulstudium an, bei dem die Praxis häufig auf der Strecke bleibt. Das Image des dualen Studiums und insbesondere der dualen Ausbildung muss daher dringend verbessert werden.

Die Deutsche Schulmarketing Agentur DSA youngstar in Hamburg beschäftigt sich mit diesem Problem bereits seit Jahren. So fokussieren sich die Marketingaktivitäten im Bildungsumfeld zunehmend auf das Thema Recruiting. „Der junge Nachwuchs ist bei Ausbildungsbetrieben gefragt wie nie. „Viele Unternehmen finden nicht mehr genug Azubis. Die DSA youngstar baut diesen Unternehmen Brücken zur jungen Zielgruppe“, so Geschäftsführer André Mücke. Mithilfe von kostenlosen Postkarten, Plakaten, Collegeblöcken oder Bewerbungsratgebern haben Ausbilder die Möglichkeit, sich den baldigen Absolventen direkt in der Schule vorzustellen. Informationen finden sich auf www.dsa-youngstar.de.

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