Azubimarketing 2022 – Darauf müssen Personaler achten!

Mehrere zehntausend Ausbildungsplätze konnten 2021 nicht besetzt werden. Es fehlten die jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren. Für 2022 droht sogar eine verschärfte Situation. Mit den richtigen Kniffen gelingt jedoch das erfolgreiche Azubimarketing. Und darauf sollten Personaler achten…

Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2020 sind die Azubi-Zahlen dramatisch eingebrochen. Rund 50.000 Ausbildungsverträge wurden weniger abgeschlossen als im Vorjahr. Die große Erholung im Jahr 2021 setzte jedoch nicht ein. Der einfache Grund: Die Berufsorientierung in den weiterführenden Schulen wurde im Schuljahr 2020/2021 kaum durchgeführt; im Distanzunterricht fehlten schlicht die Möglichkeiten.
Für das laufende Schuljahr 2021/2022 sieht es jedoch kaum besser aus: Durch die pandemiebedingten Lernrückstände fokussieren sich viele Schulen auf die traditionellen Unterrichtsfächer – die Berufsorientierung fällt häufig hinten runter. Es droht ein weiterer beruflich nicht orientierter Abschlussjahrgang. Ein Desaster für Ausbildungsbetriebe.

Azubimarketing 2022 – Darauf müssen Personaler achten!Doch dieser Situation müssen engagierte Personalerinnen und Personaler nicht tatenlos zusehen – jetzt ist Handeln angesagt! Denn die Berufsorientierungslücke, die derzeit in vielen Schulen klafft, kann mit guten Azubimarketing-Ideen geschlossen werden.

Eine davon ist die aktuelle Kampagne "Mach’s wie wir!", bei der Azubis in kurzen Instagram-Spots erklären, was sie konkret im Ausbildungsberuf machen. jungezielgruppen.de hat bereits häufiger über das Projekt berichtet. Der Blick hinter die Kulissen und direkt in die Ausbildungsbetriebe ist authentisch, da auf Augenhöhe, und zeigt den Schulabgängern die Betriebe und Betriebsabläufe. Über 100 Unternehmen haben bereits ihre Azubis ins Rennen geschickt. Mehr als 20 IHKs unterstützen diese Kampagne mittlerweile. Der Vorteil: Die Teilnahme für die Betriebe ist kostenfrei und niederschwellig möglich. Mehr Informationen gibt es unter www.machs-wie-wir.de

Eine weitere Möglichkeit der Integration in die schulische Berufsorientierung bieten die "Zukunftssäulen". Diese Zukunftssäulen stehen direkt in den weiterführenden Schulen und unterstützen mit Postkarten, Plakaten und vor allem Digital-Spots die berufliche Orientierung junger Menschen. Die Ausbildungsbetriebe können sich über Postkarten, Plakate und Digital-Spots auf diese Weise den Abgangsklassen präsentieren – und zwar direkt in der Schule. Mehr Informationen gibt es unter www.zukunftssaeulen.de.

Die "Azubi-Kombi" der DSA youngstar setzt mit einem ähnlichen Konzept an: Hier werden die Berufsberatungsteams in den Schulen als wichtige Multiplikatoren mit Informationen rund um die individuellen Ausbildungsmöglichkeiten in den Betrieben informiert. Gleichzeitig erhalten die Schulen Postkarten, Flyer und Plakate für die Auslage und den Aushang, um das Angebot auch interessierten Schülerinnen und Schülern näher bringen zu können. Mehr Informationen gibt es unter www.dsa-youngstar.de

Für welchen Weg sich Personaler auch entscheiden – wichtig ist es, sich der Herausforderung zu stellen und die Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. So gewinnt man gleich doppelt: Einmal für die Ausbildung im Allgemeinen – und einmal als Ausbildungsbetrieb im Speziellen.

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