Trotz Corona-Krise: So gelingt das Azubi-Recruiting

Für viele Unternehmen steht mit Corona auch das Engagement im Azubimarketing still: Die Ausbildungs- und Job-Messen fallen aus, die "Tage der offenen Tür" sind gecancelt. Und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Gerade in den Personalabteilungen fragt man sich deshalb, wie auch in diesen anspruchsvollen Zeiten das Recruiting des eigenen Ausbildungsnachwuchses gelingen kann. Sind Schulen hier vielleicht eine Lösung?

"Seit Anfang Mai dürfen die Abgangsschulklassen wieder zurück in die Schulen", erklärt André Mücke, Geschäftsführer der Schulmarketing-Agentur DSA youngstar, "und damit genau diejenigen Jahrgänge, die für das Azubimarketing von höchster Wichtigkeit sind. Für Unternehmen bieten sich damit auch kurzfristig beste Möglichkeiten, ihre zukünftigen Azubis direkt in der Schule anzusprechen."

Neben den klassischen Azubi-Werbetools wie Collegeblöcke und Bewerbungsratgeber empfiehlt Mücke für den kurzfristigen Bedarf aber andere Werbeträger: "Für Unternehmen, die noch im Mai, Juni und Juli für dieses Jahr Ausbildungsplätze besetzen möchten, müssen es schnell zu produzierende Werbemittel sein. Wir verzeichnen seit Ende April eine deutlich höhere Nachfrage nach Postkarten, Plakaten und der Azubi-Kombi. Auch unsere digitalen Zukunftssäulen eignen sich für den kurzfristigen Bedarf – sie sind sozusagen mit einem Klick on air."

Viele Schulabgänger müssen sich neu orientieren

Für Unternehmen, die noch für dieses Jahr Azubis suchen, könnte zusätzlich eine andere Entwicklung spannend sein: Zahlreiche engagierte Schulabgänger, die bereits seit vielen Monaten einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, sehen sich nun mit der Situation konfrontiert, dass ihr Ausbildungsbetrieb auf Grund der Corona-Krise den bereits geschlossenen Vertrag wieder auflösen muss.

"Wer jetzt schnell ist, hat die Chance auf beste Köpfe", ist sich Mücke sicher. "Man muss jedoch jetzt die Gelegenheit nutzen und die Schulabgänger für sein Unternehmen begeistern. Das Zeitfenster hierfür ist nicht allzu groß."

In den ersten Bundesländern starten die Sommerferien ab Ende Juni. Viel Zeit bleibt den Unternehmen somit nicht, für das nächste Ausbildungsjahr noch tätig zu werden. Die Chancen auf Erfolg stehen dafür besonders hoch.

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