Jugendliche wollen mehr über Finanzthemen wissen

SCHUFA-Bildungsinitiative „WirtschaftsWerkstatt“ erreicht nach eigenen Angaben über 5 Millionen Jugendliche

Seit drei Jahren gibt es nun die Bildungsinitiative „WirtschaftsWerkstatt“.  Die Initiative der SCHUFA setzt auf eine zielgruppengerechte und zeitgemäße Vermittlung von Finanzkompetenz und will junge Leute dort ansprechen, wo sie sich bevorzugt aufhalten und austauschen.

Inzwischen wurden – nach eigenen Angaben – über 5 Millionen Jugendliche über eine Informationsplattform im Internet und auf Social-Media-Kanälen wie YouTube, Facebook und Instagram erreicht.

(C) SCHUFA

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Ebenfalls unterstützt die Initiative engagierte Lehrkräfte bei der Gestaltung ihres Unterrichtes: Das Element „SCHUFA macht Schule“ soll so Lehrerinnen und Lehrern helfen, mit vielfältigem Lehrmaterial Finanzthemen erlebnisreich in den Unterricht zu integrieren. Mehr als 17.000 „SCHUFA macht Schule“-Lehrmittel-Boxen wurden bisher von Schulen bestellt.

Neuer Ratgeber erweitert das mehrfach ausgezeichnete Angebot

Die Bildungsaktivitäten der SCHUFA wurden mehrfach mit dem renommierten Comenius EduMedia-Siegel ausgezeichnet. Ein neuer Ratgeber, der anlässlich der Veranstaltung in Berlin vorgestellt wurde, erweitert das Arbeits- und Informationsmaterial für Jugendliche.

Zum Konzept der Wirtschaftswerkstatt gehört auch die enge Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und der Ausbau des Netzwerkes an sogenannten Referenzschulen. Das heute als neue Referenzschule aufgenommene Oberstufenzentrum am Ernst-Reuter-Platz in Berlin erweitert den inzwischen zehn Schulen umfassenden Kreis, zu dem Bildungseinrichtungen unter anderem aus Hamburg, Köln, Leipzig und Cottbus zählen.

forsa: Jugendliche haben in Finanzangelegenheiten weiterhin hohen Wissensbedarf

Der Bedarf an Finanzbildung von Jugendlichen ist weiterhin hoch. Bildungsinitiativen wie die WirtschaftsWerkstatt der SCHUFA sind genau der richtige Ansatz, damit Jugendliche sich vorbereiten können auf den verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Finanzen in einer zunehmend digitalisierten Umwelt.

Prof. Manfred Güllner, Gründer und Geschäftsführer des forsa-Instituts, hat die im Auftrag der SCHUFA durchgeführte Studie geleitet und sieht das Engagement von Deutschlands führender Auskunftei bestätigt: „Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen deutlich, dass das Informationsangebot zu Finanzthemen für Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland weiter ausgebaut werden muss. Gerade junge Menschen, die am Anfang ihrer Ausbildung und ihres Berufslebens stehen, haben hier Informationsbedarf und wünschen sich Unterstützung.“

Die Ergebnisse der repräsentativen forsa-Befragung von 503 jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren zeigen, dass für 62 Prozent der Befragten komplexe finanzielle Angelegenheiten nicht oder kaum mehr nachvollziehbar sind. 72 Prozent der befragten Jugendlichen wünschen sich mehr Angebote, die Finanzthemen verständlich und alltagsnah vermitteln.

Wunsch nach mehr Sicherheit

Besonders wenn es um komplexe Themen wie Versicherung und Altersvorsorge geht, ist der Großteil der Jugendlichen unsicher: 17 Prozent fühlen sich beim Abschluss einer privaten Altersvorsorge sehr sicher oder sicher, 22 Prozent tun dies beim Abschluss eines Ratenkaufs und 38 Prozent bei einem Versicherungsabschluss. Bei der Eröffnung eines Girokontos fühlten sich dagegen 80 Prozent der Befragten sehr sicher oder sicher. 67 Prozent geben dies für den Abschluss eines Vertrages, z.B. für ein Handy, an.

Vertrauensperson Lehrer – Jugendliche wünschen mehr Finanzthemen im Unterricht

Hier sind auch die Entscheider im Bildungssektor gefordert, denn die Umfrage zeigt: Die Jugendlichen vermissen Finanzthemen im Schulunterricht. Lediglich zwölf Prozent sagen, dass an ihrer Schule ausreichend Finanzthemen durchgenommen werden und nur sechs Prozent wenden sich bei Fragen dazu an ihre Lehrer.

Dabei halten 78 Prozent der Jugendlichen besonders ihre Lehrer für vertrauenswürdig, wenn es um das Thema Geld geht. Und so sind 88 Prozent der Befragten der Meinung, dass Finanzthemen im Unterricht stärker vermittelt werden sollten.

„WirtschaftsWerkstatt“ zeichnet neue Referenzschule in Berlin aus

Die Ergebnisse der forsa-Umfrage nimmt die SCHUFA zum Anlass, ihr Engagement fortzusetzen: Die Bildungsinitiativen ‚WirtschaftsWerkstatt‘ und ‚SCHUFA macht Schule‘ sollen auch in den kommenden Jahren ein fester Bestandteil des Engagements der SCHUFA bleiben, mit dem die Auskunftei ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt.

Die Ergebnisse der forsa-Umfrage liefern für das weitere Programm wichtige Anhaltspunkte. Dabei bleibt das Internet für die direkte Ansprache der Jugendlichen das Informationsmedium Nr. 1. Das Online-Angebot wird weiter ausgebaut und unter anderem um Video-Tutorials erweitert, in denen Finanzbegriffe erklärt werden. Aufgrund des großen Vertrauens in Lehrkräfte wird die Initiative auch weiterhin verstärkt auf Bildungseinrichtungen als Partner setzen und neue Formate für den Unterricht anbieten, darunter ein Kolleg-Format, in dem Schüler- und Studentengruppen Aufgaben zu Finanzthemen kreativ lösen können.WissenswerkstattLogo_W_448x

Als Startschuss für die nächsten drei Jahre „WirtschaftsWerkstatt“ und der gemeinsamen Förderung der Finanzkompetenz junger Menschen im Rahmen von „SCHUFA macht Schule“ wurde das Oberstufenzentrum am Ernst-Reuter-Platz in den Kreis neuer Referenzschulen aufgenommen.

www.wirtschaftswerkstatt.de