Permanently online, permanently connected

Permanent online, permanent verbunden – für Jugendliche ist Handyabstinenz die absolute Ausnahme. Welche Folgen hat das für den sozialen Umgang miteinander?

In einem Gastbeitrag in der “ZEIT” beschäftigen sich die beiden Medienwissenschaftler Christoph Klimmt und Peter Vorderer mit der Frage, wie sich das Lebensgefühl, die Arbeitswelt und der Alltag durch Smartphones verändern und was es für die innere Einkehr und Zuwendung nach außen bedeutet, wenn “online der Normalzustand wird und offline eine Art Notsituation (Funkloch! Akkuversagen!)”.

Die beiden Wissenschaftler bezeichnen den Zustand als “permanently online, permanently connected (kurz POPC)”. Dass sich das Leben dadurch nicht ändern wird, halten die beiden Wissenschaftler für “naiv”. Laut Vorderer/Klimmt sind davon vor allem folgende folgende Lebensbereiche betroffen:

  • Problemlösung (Wissenszugang ersetzt Wissen, Crowd-Befragung ersetzt Kreativität, Big Data ersetzt Intuition, Selbstverständlichkeit verdrängt Freude)
  • Beziehungen (Erreichbarkeit ersetzt räumliche Nähe, Konversationsfäden ersetzen Gespräche, Unverbindlichkeit ersetzt Zuverlässigkeit, Soziale Kontrolle ersetzt Vertrauen,  Aufmerksamkeit ersetzt Wertschätzung, Dabeisein ersetzt Nacherzählungen)
  • Veränderung von Bedürfnissen (Dauerangebot ersetzt Langeweile, Relativität ersetzt Sensation, Alleinsein wird zum raren Gut, Flatrate-Denken ersetzt gezieltes Auswählen)
  • Verändung des Selbst (Performance ersetzt Authentizität, Selbsttransparenz ersetzt Geheimnisse, Zustimmung ersetzt Meinungsbildung)

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf www.zeit.de

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