Der Streaming-Dienst Periscope

Twitter hat im März 2015 die kostenlose Live-Streaming-App Periscope gekauft. Damit startete Twitter eine eigene Broadcasting-App.

Erst nur für IOS, steht Periscope seit Mai 2015 auch Android-Nutzern zur Verfügung. Doch was macht die Faszination aus?

Von Sebastian Zahn

Warum Periscope?

Periscope bietet die Möglichkeit live ins Netz zu streamen. Der Live-Stream kann mit den eigenen Followern geteilt werden. Dafür hat die App eine direkte Verbindung zu Twitter. Twitter ist überzeugt, dass Live-Streaming „The next big thing“ ist. Dafür war das Unternehmen nach SPON – Informationen bereit, ca. 100 Millionen Dollar für die App zu zahlen.

Wie funktioniert Periscope?

Bei der Aktivierung des Streams setzt Periscope automatischen einen Tweet auf. Der Tweet kann später noch bearbeitet werden. Die Follower erhalten den Tweet. Der Tweet enthält einen Link. Klicken die Follower auf den Link, werden sie zu Zuschauern. Sie könne den Stream kommentieren, bewerten und mit ihm interagieren. Eine Möglichkeit ist es z. B. dem Streamer Aufgaben und Anweisungen zu stellen. Wie soll sich der Streamer bewegen? Welche neuen Blickwinkel wollen die Zuschauer sehen? All das kann zeitgleich zum Stream eingestreut werden.

Auch nett: die App zeigt an, ob die Zuschauer das Video mögen. So sprudeln Herzen aus der Bildschirmecke des Streamers.
Bei Aufruf von Periscope, zeigt die App aktuelle Live-Streams an. Diese Videos werden 24h lang gespeichert.

Nachteil von Periscope

Problem bei der ganzen Streaming-Sache: Das Datenvolumen.

Ohne großes Datenvolumen oder besser noch WLan läuft nichts. Hinzu kommt Kritik am Format. Nur das Hochformat ist möglich. Das regt vor allem die auf, die ihre Filme auf dem Fernseh- oder Computerbildschirm abspielen wollen.

Fazit

Periscope ist sicherlich eine interessante Sache. Ob es wirklich „The next big thing“ im Social Web ist, bleibt abzuwarten. Bevor Streaming-Dienste eine Masseverbreitung erhalten, ist eine schnellere Smartphone-Internetverbindung nötig. Das heißt vor allem: Bezahlbares hohes Datenvolumen. Solange dieser Punkt nicht ausgebaut wird, bleibt Periscope ein Nischenprodukt.

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