Bundestagswahl: Vor allem die FDP konnte bei den Jungwählern zulegen

Eine Analyse zur Bundestagswahl zeigt, wie Jungwähler gewählt haben – im Osten ist die AfD der Gewinner, im Westen die FDP

In der Gesamtwählerschaft haben CDU/CSU und SPD bei der Bundestagswahl Federn gelassen. Wäre die Wahl nur von den Jungwählern entscheiden worden, sehe es für die „Volks“-Parteien aber noch deutlich schlimmer aus.

Das zeigt eine Analyse von Infratest dimap für die Tagesschau. Demnach kommen CDU/CSU bei den Jungwählern (18-24 Jahre) nur noch auf 24% (-7 Prozentpunkte gegenüber 2013), die SPD nur noch auf 19% (-5 Prozentpunkte).

Die Grünen sind bei den jungen Wählern drittstärkste Partei mit 13 % (+ 2 Prozentpunkte), gefolgt von der FDP mit 12 % (+ 7 Prozentpunkte) und den Linken mit 11 % (+ 3 Prozentpunkte). Die AfD kommt auch bei den jungen Wählern auf 10% (+ 4 Prozentpunkte).

Wie sich zeigt, konnte damit vor allem die FDP mit der auf Christian Lindner fokussierten Kampagne punkten.

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei den Erstwählern in West und Ost. Während im Westen die CDU noch auf 25% kommt und die SPD auf 19%, sind es im Osten nur noch 20% für die CDU und 13% für die SPD. Die Grünen sind mit 16% im Westen und 13% im Osten noch relativ gleich stark in beiden Landesteilen. Die Linke ist erwartungsgemäß mit 14% im Osten stärker als im Westen (10%). Und während die FDP im Westen 13% der Erstwähler überzeugen konnte, sind es im Osten nur 8%.

Besonders deutlich sind die Unterschiede aber bei der AfD: im Westen wählten 7% der Erstwähler diese Partei, im Osten aber sogar 17%. Damit ist die AfD bei den Erstwählern die zweitstärkste Partei hinter der Union.

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